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Monitor kalibrieren verständlich erklärt. In diesem Artikel beschreibt Oliver wie man einen Monitor entweder mit spezieller Software oder mit Hardware (Colorimeter) so einstellt, dass Helligkeit, Kontrast, Farbe und Gamma korrekt eingestellt sind.

Monitor kalibrieren – verständlich erklärt

Eigentlich sollte es ganz einfach sein. Wir machen ein Foto mit einer Digitalkamera, bearbeiten es vielleicht auch noch etwas am Computer und stellen es dann entweder ins Netz oder drucken das Ergebnis aus, um uns danach an dem schönen Bild zu erfreuen. Natürlich erwarten wir, dass das Foto dieselben Farben, Kontrast und Helligkeit hat wie das Motiv, das wir fotografiert haben.

Leider funktioniert es nicht ganz so einfach. Der Schwachpunkt in der oben beschriebenen Kette ist der Monitor und seine Darstellung der Farben. Wenn ein Monitor z.B. einen Blaustich hat und wir das Bild mit einer Bildbearbeitungssoftware mit dem Weißabgleich so korrigieren, dass die Farben natürlich aussehen, wird dasselbe Bild im Druck oder auf einem korrekt kalibrierten Monitor einen Gelbstich haben (die Komplementärfarbe). Außer den Farben kann man bei einem Monitor auch noch den Kontrast, die Helligkeit und das Gamma einstellen. All diese Werte müssen sinnvoll eingestellt werden, um ein Bild korrekt darzustellen. weiterlesen

Rauschreduzierung mit Lightroom 5

Lightroom Rauschreduktion Beispiel

Wer Fotos mit wenig Licht aufnimmt, hat das Problem sicher schon einmal gehabt. Die Lichtempfindlichkeit der Kamera, auch ISO Wert genannt, muss auf einen hohen Wert eingestellt werden, wenn man trotz schlechter Beleuchtung eine kurze Verschlusszeit wählen will. Je nach Kameramodell entsteht dann, ab einem gewissen ISO Wert, das Bildrauschen. In diesem Artikel lernen Sie, wie Sie Bildrauschen erkennen und beseitigen können.

Eine Warnung vorab

Mit Lightroom ist es möglich Bildrauschen zu entfernen. Wenn Sie das tun, müssen Sie unbedingt darauf achten nicht zu übertreiben, ansonsten verschwinden sehr viele Details aus Ihrem Bild. Es rauscht dann zwar nicht mehr, das Foto hat dann aber auch seinen Charme verloren.

Eine besondere Herausforderung sind hier Bilder bei denen nur einige Stellen vom Bildrauschen betroffen sind (typischerweise die dunklen). Lightroom hat zwar eine Möglichkeit Bildrauschen lokal zu reduzieren, kann seine Stärken in der Rauschreduktion aber am besten ausspielen, wenn diese Funktion auf das gesamte Bild wirkt. Falls das ein Problem für Sie ist, müssen sie sich eine spezielle Rauschreduktions-Software besorgen, die es von einigen Anbietern gibt. Alternative sind hier z.B. Nik Collection (Define 2), Topaz DeNoise oder Photo Ninja. Für die meisten wird aber Funktion bei Lightroom vollkommen ausreichen.

Wie entsteht Rauschen und woran erkennt man es

Es gibt zwei wesentliche Gründe für Rauschen in digitalen Bildern. Einerseits entsteht Rauschen, wie schon erwähnt, wenn der ISO Wert hoch ist, andererseits, wenn der Sensor der Kamera warm wird. Am besten ist es, Rauschen schon bei der Aufnahme zu vermeiden. Man kann so z.B. ein Stativ verwenden und bei ISO 100 lange belichten oder, als zweites Beispiel, auch vermeiden zu lange mit Live View zu fotografieren, da sich hier bei Spiegelreflexkameras der Sensor erwärmt und damit Rauschen entsteht.

Wenn so eine Vermeidung nicht möglich ist, muss man das entstandene Rauschen mit einer Software entfernen. Hier ist zu nächst wichtig zu erkennen, welche Art von Rauschen man vor sich hat.

Farbrauschen

Beim Farbrauschen haben die einzelnen Pixel unterschiedliche Farben, auch wenn man z.B. eine graue Fläche fotografiert. Hier ein Beispiel:

Pink.noise.col

Bild 1: Farbrauschen. (Quelle: Wikipedia)

Luminanzrauschen

Beim Luminanzrauschen haben die Pixel zwar die „richtige“ Farbe, sie schwanken aber in der Helligkeit. Hier ein Beispiel dafür:

Pink.noise.b.w

Bild 2: Luminanz-, Helligkeitsrauschen.
(Quelle: Wikipedia)

Ob Rauschen im Bild vorhanden ist, prüfen Sie am besten immer in der 1:1 Ansicht.

Prozess Versionen

Falls Sie schon länger Lightroom verwenden und noch Fotos auf dem Rechner haben, die mit einer älteren Prozessversion eingespielt wurden, können Sie die Rauschunterdrückung verbessern, indem Sie in Lightroom für dieses Foto die neueste Prozessversion einstellen. Adobe, der Hersteller von Lightroom, hat über die letzten Jahre wesentliche Fortschritte in der Technik gemacht, die Sie so nutzen können.

Prozessversion_Lightroom

Bild 3: Einstellung der Prozeßversion bei Lightroom 5

Reduktion von Farbrauschen

Die Reduktion des Farbrauschens ist immer der erste Schritt. Falls es im Bild vorhanden ist, können Sie den Regler Farbe auf einen hohen Wert stellen, um dieses Farbrauschen zu reduzieren. Mit dem Regler Details wird der Schwellwert angehoben, ab dem Farbrauschen reduziert wird. Manchmal entstehen auch Flecken auf eigentlich einfarbigen Flächen, sie können dann mit Glättung entfernt werden.

Reduktion Farbrauschen Lightroom

Bild 4: Reduktion des Farbrauschens bei Lightroom 5

Reduktion von Luminanzrauschen

Bei der Reduktion des Luminanz-, also Helligkeitsrauschens, sollten Sie wie folgt vorgehen. Erhöhen Sie Luminanz so lange, bis das Rauschen sichtbar reduziert worden ist. Übertreiben Sie es aber nicht, da sonst die Details im Bild verschwinden. Danach versuchen Sie das Resultat noch weiter zu optimieren, indem Sie mit den Reglern Details und Kontrast spielen. Details ist wieder der Schwellwert, ab dem Luminanzrauschen reduziert wird und Kontrast versucht den Kontrast im Bild zu erhalten, der durch die Glättung verloren geht. Benutzen Sie diesen Regler nur vorsichtig, bei zu hohen Werten kommt das Rauschen wieder in das Bild.

Rauschreduktion Luminanzrauschen Lightroom

Bild 5: Reduktion des Luminanzrauschens bei Lightroom 5

Lokale Rauschunterdrückung

Falls nur Teile des Bildes bearbeitet werden sollen, stehen die Tools Verlaufsfilter, Radial-Filter und Korrekturpinsel zur Verfügung. Hier kann man über den Regler Rauschen lokal das Luminanzrauschen unterdrücken. Es ist aber nicht möglich Details oder Kontrast zu verstellen.

Lokale Rauschredultion Lightroom

Bild 6: Ansicht lokale Rauschreduktion bei Lightroom 5

Jetzt sind Sie dran

Probieren Sie es am besten einfach selber aus. Das gute an Lightroom ist, dass alle Veränderungen zerstörungsfrei gemacht werden. Sie können also nichts kaputt machen.

Falls Sie noch mehr über Lightroom lernen wollen besuchen Sie doch mein kostenloses Webinar zu „Lightroom 5 – Entwicklungsmodul – Oliver zeigt wie’s geht„.

Lightroom vs. Photoshop. Welche Software ist die richtige für Dich? Hier schreibe ich über die wesentlichen Unterschiede und erläutere, warum ich Lightroom für Fotografen vorziehe.

Lightroom vs. Photoshop – Welche Software ist die Richtige für Dich?

Mit modernen Digitalkameras können wir sehr gute Fotos machen, die direkt von der Kamera oder der SD Karte im Fotofachgeschäft bestellt oder gedruckt werden können. Wer aber den Anspruch hat, wirklich gute Fotos zu machen, kommt an einer modernen Fotobearbeitung am Computer nicht vorbei. Mit so einer Software ist es möglich die Fotos im Computer zu archivieren, bei der „Entwicklung“ das Beste aus den Fotos herauszuholen, und die Fotos wieder unter die Menschen zu bringen, indem man sie druckt, Fotobücher erstellt oder auf eine Homepage hoch lädt.

Adobe ist mit seinen Produkten „Lightroom 5“ und „Photoshop CC“ (oder Photoshop Elements = PSE) der Platzhirsch unter diesen Fotobearbeitungsprogrammen. Welche dieser beiden Programme das Richtige für euch ist, wisst ihr nachdem ihr diesen Beitrag gelesen habt. weiterlesen

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