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Wettrennen zum Kap der Guten Hoffnung

Von Kapstadt aus hatten wir einen Tagestrip zum Cape Point und dem Kap der Guten Hoffnung gebucht. Auf halber Strecke wird unser Guide plötzlich nervös. Eine große Wolkenfront nähert sich von Westen und könnte wohl Cape Point und auch das Kap der Guten Hoffnung bald in Nebel einhüllen. Da er uns auf jeden Fall das Highlight des Tagestrips bei schönem Wetter zeigen will, gibt er richtig gas.

Am Weg zum Cape Point
Fahrt zum Kap der Guten Hoffung

Wir kommen noch rechtzeitig am Cape Point an. Der Ausblick ist wirklich toll. Wir blicken Richtung Westen über den Diaz Strand zum Kap der Guten Hoffnung, dass wir später noch besuchen werden. Eine Nebelfront rollt immer näher und verschlingt die Landschaft. Durch die etwas abenteuerliche Autofahrt ist es uns aber noch gelungen das alles bei Sonnenschein zu sehen. 

Blick vom Cape Point nach Westen
Blick über den Diaz Strand zum Kap der Guten Hoffnung

 

Addo Elefanten Nationalpark

Unsere nächste Unterkunft ist die Lemon3Logde in Kirkwood einem Ort ca. 30 min. vom Addo Elefanten Nationalpark entfernt. Von hier planen wir sowohl den Nationalpark als auch ein privates Resort, die Schotia Game Reserve zu besuchen. Die Lodge wird von einem Holländer betrieben, der vor sechs Jahren nach Südafrika ausgewandert ist und hier mit einem schwarzen Pflegekind wohnt.

Am Abend warnt uns unser Vermieter. Morgen gibt es im Ort eine Demo gegen Korruption. Wir sollen in der Früh noch tanken fahren. Für den Fall, dass wir am nächsten Abend wegen den Unruhen nicht durch den Ort fahren können, schildert er uns noch einen 30 km Umweg, der auch zur Lemon3Lodge führt. Wir sind jetzt wirklich in Afrika angekommen.

In der Früh fahren wir also noch tanken und gehen zum Spar Supermarkt einkaufen. Während Almuth einkaufen ist, beobachten wir einen Mann mit Gewehr, der am Balkon im ersten Stock auf etwas wartet. Dann kommt noch ein Polizeiwagen. Ein Polizist mit Schrotflinte und einem fetten Patronengürtel steigt aus und geht auch zum Spar. Anscheinend nimmt man die Demo hier doch sehr ernst. Wir schauen, dass wir weiter kommen und fahren in den Addo Elefanten Nationalpark.

Elefanten im  Addo Elefanten Nationalpark
Elefanten im Addo Nationalpark
Elefanten Babies im Addo Elefanten Nationalpark
Elefanten Babies im Addo Nationalpark

Durch den Addo fahren wir mit dem eigenen Auto. Das ist kein Problem, da alles sehr gut ausgeschildert ist. Ein Teil der Wege ist asphaltiert, der Rest eine einfache aber gute Schotterstraße. Hier sehen wir Elefanten, Zebras, Büffel und Warzenschweine. Einmal steht sogar ein Elefant direkt auf der Straße und gibt uns zu erkennen, dass er zuerst hier war indem er mit den Ohren wackelt. Das Signal verstehen wir auch, ohne eine Schulung in Elefantenkörpersprache gemacht zu haben. Zuerst versuche ich etwas zurück zu schieben, das hilft aber nicht. Dann fahren wir auf die Seite und der Elefant geht an uns sichtbar unzufrieden vorbei. Gut, dass mir vorher ein Ranger erklärt hat, dass Tiere nur aus drei Gründen angreifen: wenn sie ins Eck getrieben werden, wenn Sie ihre Kinder schützen müssen oder wenn sie verletzt sind. Keiner der drei Fälle hätte hier zugetroffen.

Elephant in Addo Elefanten Nationalpark
Elephant in Addo Nationalpark

Das waren genug Erlebnisse für einen Tag. Da alle schon müde sind und es wirklich kalt ist, beschließen wir die Nachtsafari abzusagen und fahren zurück zu unserer Unterkunft. Die Demo scheint keine Probleme verursacht zu haben, die Geschäfte sind auch in Kirkwood wieder offen und wir kommen gut und müde in der Lemon3Lodge an. Mal sehen was der nächste Tag und letzte Tag bringt.

Townships in Knysna – Ein prägendes Erlebnis

Wir sind bei unserer vorletzten Station angekommen. In Knysna wohnen wir im Bamboo Guest House. Einer Pension, die an alte Hippiezeiten erinnert und schon etwas verwildert ist.

Am nächsten Tag um 10:00 in der Früh treffen wir Doug, unseren lokalen Führer an der Shell Tankstelle im Stadtzentrum. Wir fahren mit seinem Kleinbus in die lokalen Townships, das sind die Stadtteile in denen die ärmere schwarze Bevölkerung wohnt. Zuerst bringt Doug uns zu einem Kindergarten. Die Kinder sind ganz begeistert davon, von uns fotografiert zu werden. Wir zeigen ihnen die Fotos, die entstanden sind und sie sind richtig aufgeregt. Jeder will in der ersten Reihe sein und sein Foto noch einmal sehen. Anscheinend kennen sie das schon, da sie gleich anfangen an der Kamera herum zu drücken. Irgendwann reicht es der Kindergärtnerin und sie müssen für uns ein paar Lieder singen. Auch unsere Kinder sind von diesem Kindergarten beeindruckt.

Junge im Kindergarten in Township
Junge im Kindergarten in Township
Kinder beim Frühstück im Kindergarten
Kinder beim Frühstück im Kindergarten

Danach geht es noch zu einer Medizinfrau. Sie zeigt uns welche Kräuter sie für welche Krankheiten verwendet. Toll was sie so alles hat, aber behandeln lassen würde ich mich hier doch nicht wollen. Nach einem Abstecher zum lokalen Shop, bei dem alle Kinder, die uns folgen eine paar Süßigkeiten bekommen, geht es wieder zurück. Für uns alle war das ein sehr lehrreicher Vormittag. Hier merkt man erst so richtig wie gut es uns eigentlich geht.

Frisör im Township in Knysna
Frisör im Township in Knysna

Am Abend gehen wir dann noch einmal gut essen. Morgen haben wir eine lange Fahrt vor uns. Es geht zum Addo Elefanten Nationalpark und das sind wieder 300 km Fahrt.

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