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Eine kurze Anleitung zum Blitze fotografieren

Dieser Artikel ist ein Gastbeitrag von rahmendirekt.de.

Bei einem Gewitter sind die Blitze nur für Augenblicke sichtbar. Da scheint es nahezu unmöglich, das Naturphänomen abzulichten. Aber bei fast jeder Kamera gibt es eine Einstellung, mit der Gewitter und Blitze fotografiert werden können. Dabei ist es wichtig, eine lange Belichtungszeit zu wählen. Wenn sich der Verschluss erst öffnet, wenn es am Himmel blitzt, ist es zu spät für eine Aufnahme. Deshalb sollte die Belichtungszeit zwischen 30 Sekunden und einer Minute eingestellt werden.

Ein Blitz schlägt ein; Blitze fotografieren will gelernt sein

Gute Aufnahmen mit Stativ

Während der Belichtung muss die Kamera absolut ruhig gehalten werden. Dazu kann ein fester Grund wie zum Beispiel eine Mauer dienlich sein. Optimal ist die Verwendung eines Stativs. Und keine Angst, für die Gewitterfotografie wird keine spezielle Kamera benötigt. Statt über die manuelle Auslöser kann bei vielen Kompaktkameras auch der Selbstauslöser verwendet werden, wenn er auf zwei Sekunden eingestellt wird. Die besten Ergebnisse lassen sich mit einem Fernauslöser erzielen, der in Intervallen arbeitet. Wenn die maximale Belichtungszeit erreicht ist, muss immer wieder ausgelöst werden. Auf diese Weise ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass der Blitz eingefangen wird.

Blitze fotografieren am Tag

Am Tag führt die Langzeitbelichtung zur Überbelichtung. Hier kann mit sogenannten Trigger-Traps fotografiert werden. Dieser zusätzliche und relativ kostspielige Auslöser ist schnell genug, um den Blitz einzufangen. Doch diese Investition lohnt nicht, wenn die Kamera zu langsam ist. Neutraldichtefilter sind dann die bessere Alternative. Sie verringern das Licht, das auf den Sensor fällt. Daraus ergeben sich längere Verschlusszeiten. Wenn es blitzt und regnet, nimmt der Regen außerdem Schärfe und Kontrast. Hilfreich ist es in dem Fall, die ISO-Empfindlichkeit erhöht wird. Da die Aufnahme vom Gewitterblitz ausgeleuchtet wird, sollte das Foto ohne Blitz und mit weniger Belichtung aufgenommen werden.

Ein Blitz schlägt in den Boden ein; Tipps zum Blitze fotografieren

Standortwahl und Sicherheit

Für Gewitteraufnahmen ist eine gute Vorbereitung wichtig. Diese beginnt beim Standort. Der Standort ist ideal, wenn das Gewitter über längere Zeit verfolgt werden kann. Deshalb ist ein Platz, der mit Bäumen und Sträuchern umstellt ist, nicht geeignet. Auch der Vordergrund muss mit einbezogen werden. Ein erhöhter Standort bietet zum Beispiel die Chance, dass auch der Blitzeinschlag eingefangen wird. Wenn gleich an mehreren Stellen am Himmel die Blitze zucken, ist es schwer, sich für einen Ausschnitt zu entscheiden. Dennoch ist es für den Fotografen besser als ein Gewitter, bei dem nur alle mehrere Minuten ein Blitz erscheint. Da eine Gewitterfront in Bewegung ist, muss auch die Kamera entsprechend nachgerückt werden. Erfahrung und eine Portion Glück gehören beim Blitze fotografieren natürlich auch dazu. Wer die ersten Blitze bei seiner „Blitzjagd“ eingefangen hat, kann den Aufnahmen mit schönen Rahmen von rahmendirekt.de noch ein besonderes Flair verleihen.

Die Sicherheit ist ebenfalls ein Thema. Das Risiko, von einem Blitz getroffen zu werden, sollte nicht unterschätzt werden. Wer aus einem Gebäude heraus fotografiert, dem kann praktisch nichts passieren. Auch das Auto beispielsweise bietet Schutz vor Blitzeinschlag. Bei der Gewitterfotografie im Freien sollte sich der Fotograf deshalb nicht zu weit von seinem Fahrzeug entfernen, damit er notfalls auch einen sicheren Rückzugsort hat, wenn das Gewitter zu nahe kommen sollte.

Bildmaterial:

© Flash out of cam (Manuel Paul /Flickr, CC BY-ND 2.0)

© Blitz / Lightning (Marcus Meissner  /Flickr, CC BY 2.0)

Oliver Haller

Oliver ist Reisefotograf und Experte für Bildbearbeitung mit Lightroom und Photoshop. Auf seiner Homepage photomonda findest Du Reisebeschreibungen und online Tutorials zu Lightroom und Photoshop.

One thought to “Eine kurze Anleitung zum Blitze fotografieren”

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