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4 Tipps für Lightroom, die helfen euren Workflow zu verbessern

4 Tipps für Lightroom, die helfen euren Workflow zu verbessern
Lightroom ist dafür geschaffen worden den gesamten Workflow eines Fotografen zu unterstützen. Dabei haben sich sehr viele Funktionen angesammelt, die für einen Einsteiger in die Bildbearbeitung mit Lightroom überwältigend sein können.

Ich zeige euch heute ein paar der wesentlichen Funktionen, die helfen sollen, euren Workflow zu verbessern und zu beschleunigen. Wir beginnen mit dem Import Modul, sprechen über Datensicherung, schnelles Editieren und effiziente Bildentwicklung von Bilderserien.

Das Import Modul richtig nutzen

Lightroom wurde geschaffen, um uns Fotografen den gesamten Workflow zu erleichtern. Schon beim Import der Fotos bietet es daher ein paar Features, die ihr auf jeden Fall nutzen solltet.
Dateiverwaltung im Import bei Lightroom
Bild 1: Import von Bildern, Dateiverwaltung

Lightroom erstellt beim Import von Bildern eine Vorschau, um die Bilder schneller anzeigen zu können. Die Vorschau ist normalerweise auf „Standard“ voreingestellt. Ich empfehle euch hier die Einstellung 1:1. Die Standardvorschau benötigt bei Bildern im RAW Format doch einige Sekunden, bis das Bild in voller Auflösung aufgebaut ist. Das ist einer der entscheidenden Nachteile von Lightroom, wenn man schnell arbeiten möchte. Mit der 1:1 Vorschau ist dieses Problem behoben, da damit das Laden viel schneller möglich ist. Der Nachteil ist, dass diese Vorschau viel mehr Speicherplatz benötigt als die Standardeinstellung. Das sollte aber bei modernen Rechnern kein Problem mehr darstellen.

Datensicherheit ist in der digitalen Fotografie auch eines der obersten Gebote, da ihr ja vermeiden wollt aufgrund von technischen Problemen eure Fotos zu verlieren. Ihr solltet daher immer erst die Fotos in der Kamera löschen, wenn ihr min. zwei Kopien auf unterschiedlichen Datenträgern abgelegt habt. Lightroom bietet hier eine automatische Lösung. Ihr könnt unter Dateiverwaltung gleich festlegen, wo diese zweite Kopie während des Imports abgelegt werden soll. Das sollte natürlich eine zweite z.B. externe Festplatte sein und nicht nur ein zweiter Folder auf der Festplatte des Computers.

Datensicherheit auch für Katalog und nicht nur für die Bilder

Lightroom speichert die Änderungen der Bilder, die Metadaten, Schlagworte etc. in einem eigenen Katalog. Falls dieser Katalog bei einem Festplattencrash zerstört wird, sind alle diese Daten auch verloren, was zwar nicht ganz so schlimm ist, als wie wenn die Fotos weg wären, es steckt aber nach einiger Zeit auch viel Arbeit in diesem Katalog, um die es schade wäre.

Der Katalog enthält keine Fotos, sondern nur Informationen über die Fotos.

Ihr solltet daher unter Bearbeiten > Katalogeinstellungen > Sicherung einstellen, dass der Katalog min. einmal am Tag nach dem Beenden von Lightroom gesichert wird.

Katalogeinstellungen in Lightroom
Bild 2: Katalogeinstellungen

In der Standardeinstellung wird die Kopie des Katalogs jedoch auf derselben Festplatte gespeichert, wie das Original, was bei einem Crash der Festplatte keinen Schutz darstellt. Wenn ihr Lightroom beendet, erscheint ein Fenster wie in Bild 3. Hier müsst ihr unter Sicherungsordner einen Ordner in einer Festplatte wählen, die unterschiedlich von eurem Standardverzeichnis für den Katalog ist. Ich mache das sogar noch in einem Ordner in meinem Google Drive, damit bin ich doppelt abgesichert.

Katalog sichern in Lightroom
Bild 3: Katalog sichern, wichtige Einstellungen zur Datensicherung

Benutze die Sprühdose, um schneller editieren zu können

Oft werden mit Digitalkameras sehr viele Fotos gemacht. Ich habe Freunde, die tausende Fotos aus dem Urlaub zurückbringen. Es ist daher wichtig schnell editieren zu können. Die Sprühflasche kann Euch dabei helfen.

Spraydose in Lighroom
Bild 4: Sprühflasche zum Editieren benutzen

Wenn ihr die Sprühflasche (sie ist unter der Bilderansicht im Bibliotheksmenü) anklickt, könnt ihr wählen, was ihr damit machen könnt. Ich verwende sie z.B., um Fotos, die meinen Qualitätsansprüchen nicht entsprechen, schnell per Mausklick abzulehnen. Ihr könnt sie aber auch verwenden, um Bewertungen oder Beschriftungen an den Fotos anzubringen.

Synchronisierung der Entwicklung von ähnlichen Fotos

Wenn ihr ähnliche Fotos habt müsst ihr nicht alle Entwickeln. Lightroom bietet hier eine praktische Funktion, die die an einem Foto vorgenommenen Entwicklungsschritte auf andere Fotos übertragen kann.

Diese Funktion ist auch sehr nützlich wenn man Fotos von einer Panoramaserie oder einer HDR Serie vor dem eigentlichen Bearbeiten mit der Panorama oder HDR Software noch im RAW Modus bearbeiten möchte, da es hier besonders wichtig ist, dass alle Fotos die exakt gleichen Bearbeitungsschritte durchlaufen.

Einstellungen synchronisieren
Bild 5: Synchronisieren von Dateien im Entwicklungsmodul

Um die Funktion zu aktivieren müsst ihr das Bild, das als Vorlage dient, ausgewählt haben und dann in der Katalogleiste die anderen Bilder auswählen. Danach drück ihr „Synchronisieren“ und kommt zum Fenster in Bild 6.

Einstellungen synchronisieren
Bild 6: Einstellungen synchronisieren Fenster

Im Fenster „Einstellungen synchronisieren“ könnt ihr dann wählen, welche Einstellungen synchronisiert werden sollten. Auf jeden Fall solltet ihr die Funktion Prozessversion angeklickt haben, damit auch alle Einstellungen auf die gleiche Weise berechnet werden. Nach dem ihr die Auswahl gemacht habt klickt ihr auf „Synchronisieren“ und seht nach kurzer Zeit, wie die anderen Fotos angepasst wurden.

Oliver Haller

Oliver ist Reisefotograf und Experte für Bildbearbeitung mit Lightroom und Photoshop. Auf seiner Homepage photomonda findest Du Reisebeschreibungen und online Tutorials zu Lightroom und Photoshop.

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