Skip to main content

Townships in Knysna – Ein prägendes Erlebnis

Wir sind bei unserer vorletzten Station angekommen. In Knysna wohnen wir im Bamboo Guest House. Einer Pension, die an alte Hippiezeiten erinnert und schon etwas verwildert ist.

Am nächsten Tag um 10:00 in der Früh treffen wir Doug, unseren lokalen Führer an der Shell Tankstelle im Stadtzentrum. Wir fahren mit seinem Kleinbus in die lokalen Townships, das sind die Stadtteile in denen die ärmere schwarze Bevölkerung wohnt. Zuerst bringt Doug uns zu einem Kindergarten. Die Kinder sind ganz begeistert davon, von uns fotografiert zu werden. Wir zeigen ihnen die Fotos, die entstanden sind und sie sind richtig aufgeregt. Jeder will in der ersten Reihe sein und sein Foto noch einmal sehen. Anscheinend kennen sie das schon, da sie gleich anfangen an der Kamera herum zu drücken. Irgendwann reicht es der Kindergärtnerin und sie müssen für uns ein paar Lieder singen. Auch unsere Kinder sind von diesem Kindergarten beeindruckt.

Junge im Kindergarten in Township
Junge im Kindergarten in Township
Kinder beim Frühstück im Kindergarten
Kinder beim Frühstück im Kindergarten

Danach geht es noch zu einer Medizinfrau. Sie zeigt uns welche Kräuter sie für welche Krankheiten verwendet. Toll was sie so alles hat, aber behandeln lassen würde ich mich hier doch nicht wollen. Nach einem Abstecher zum lokalen Shop, bei dem alle Kinder, die uns folgen eine paar Süßigkeiten bekommen, geht es wieder zurück. Für uns alle war das ein sehr lehrreicher Vormittag. Hier merkt man erst so richtig wie gut es uns eigentlich geht.

Frisör im Township in Knysna
Frisör im Township in Knysna

Am Abend gehen wir dann noch einmal gut essen. Morgen haben wir eine lange Fahrt vor uns. Es geht zum Addo Elefanten Nationalpark und das sind wieder 300 km Fahrt.

Safari direkt an der Garden Route – gibt’s das denn?

Von Heidelberg, unserer letzten Station, bis zur Garden Route Game Lodge ist es nur eine kurze Fahrt. Wir kommen früh an und können auch bald in unser Zimmer. Die Kinder sind schon nach wenigen Minuten im Pool, auch wenn er etwas frisch ist. Um 17:00 geht es dann am gleichen Tag noch zu unserer ersten Safari in den Busch.

Safari in der Garden Route Game Lodge
Safari in der Garden Route Game Lodge

Nachdem wir den Jeep bestiegen und uns warm angezogen haben, geht es los. Das Safarigelände ist eingezäunt, aber sehr weitläufig. Schon nach einer kurzen Fahrt entdecken wir die ersten Tiere. Hier sehen wir kurz hintereinander Nashörner, Büffel, Giraffen, Springböcke und Zebras. Zum Abschluss fahren wir auch noch in den Raubtierbereich. Hier treffen wir einen Löwen mit drei Löwinnen. Unser Ranger warnt uns, hier müssen wir sitzenbleiben, dürfen im Auto nicht aufstehen und keinen Lärm machen, sonst kann es gefährlich werden. Obwohl wir alle Ratschläge befolgen, wird eine Löwin neugierig und will uns ausforschen. Sie läuft auf unseren Jeep zu, wird immer schneller und setzt schon zum Sprung an. Da fliegt eine Plastikflasche. Unser Ranger hatte ihr eine leere Flasche vor die Nase geworfen und erklärt danach ganz stolz, dass er 6 Jahre in einem Löwengehege gearbeitet hat und immer Hühner als Futter werfen musste.. Die Löwin zieht mit ihrem neuen Spielzeug ab. Uns ist trotzdem etwas mulmig und wir sind froh, dass der Jeep doch recht hoch ist.

Löwe in der Garden Route Game Lodge
Löwe in der Garden Route Game Lodge

Am Abend ist wieder sternenklarer Himmel und ich habe endlich die Gelegenheit die Milchstraße zu fotografieren. So dunkel wie hier wird es an keinem anderen Ort der Reise. Der Nachthimmel ist wirklich toll und wird mir noch lange in Erinnerung bleiben.

Milchstraße über der Garden Route Game Lodge, Albertinia, Südafrika
Milchstraße über der Garden Route Game Lodge, Albertinia, Südafrika

Eine Straußenfarm für Kids

Heute ist es soweit. Wir bekommen unseren Mietwagen und stürzen uns zum ersten Mal selber in den südafrikanischen Verkehr. Das Auto ist etwas kleiner und einfacher als erwartet, erfüllt aber seinen Zweck. Das Schalten mit der linken Hand fällt am Anfang etwas schwer und jedes Mal wenn ich den Blinker anstellen möchte geht der Scheibenwischer an, da die beiden hier auch vertauscht sind. Sobald wir aus der Stadt heraus sind, habe ich mich aber an das Auto und den Linksverkehr gewöhnt.

Jetzt geht es über die N1 nach Stellenbosch, einem sehr schönen Weinort. Wenn die Häuser nicht im kap-holländischem Stil gebaut wären, könnte man glauben, man ist zuhause. Da wir bis Heidelberg noch drei Stunden fahren müssen, bleibt leider nicht viel Zeit für einen Stadtbummel. Um 15:00 brechen wir wieder auf, da wir noch vor Sonnenuntergang in unserer nächsten Unterkunft sein wollen.

Skeiding Guest Farm bei Sonnenuntergang

 

Die Fahrt zur Skeiding Guest Farm in der Nähe von Heidelberg ist einfach. Das Navi am iPhone weist den Weg. Wir fahren max. 120 km/h, da mehr nicht erlaubt ist und sich diese Geschwindigkeit bei unserem Auto schon wirklich schnell anfühlt. Kurz vor Sonnenuntergang erreichen wir dann die Straußenfarm. Die Farmer heißen uns herzlich willkommen. Die Zimmer sind sehr schön und passend eingerichtet. Am Abend gibt es für alle Gäste ein gemeinsames Brai, so heißt das hier wenn gegrillt wird. Nach dem Abendessen gehe ich noch einmal raus, um Nachtfotos zu machen. Die Bedingungen sind ganz gut, es ist Neumond und der Himmel ist klar. Leider gibt es doch etwas Restlicht und die Milchstraße verschwindet bald unter dem Horizont. Was sich aus den Fotos herausholen lässt, werde ich wohl erst so richtig zuhause wissen, da am Monitor des Laptops die Überarbeitung dieser Bilder nicht ganz einfach ist.

Am nächsten Morgen um 7:30 fahren wir mit dem Bauern über die weitläufige Farm, sehen uns die Strauße an und beobachten die Hirtenhunde beim Treiben der Schafe. Die Kinder finden das wirklich toll. Erst nach dem Ausflug gibt es ein ausgiebiges Frühstück. Den Rest des Tages machen wir Pause, da die Kinder die vielen Eindrücke die wir gesammelt haben erst verdauen müssen.

Vogel Strauß vor einem geernteten Weizenfeld bei der Skeiding Guest Farm in Südafrika
Vogel Strauß in Südafrika
Straußen auf der Skeiding Farm
Straußen auf der Skeiding Farm

Tagestrip zum Kap der Guten Hoffnung

Da Jeremy ein umsichtiger Fahrer und guter Führer ist, haben wir bei ihm eine Tour zum Kap der Guten Hoffnung gebucht. Am Weg zum Kap fahren wir auch noch bei Simon‘s Town vorbei. Hier gibt es eine Pinguin Kolonie. Die Tiere wurden nach einer Ölkatastrophe wieder gesäubert und hier angesiedelt. Fischer dürfen in der näheren Umgebung nicht fischen, sodass die Pinguine genug zum Fressen haben und sich hier wohl fühlen. An die Touristen haben sie sich wohl auch gewöhnt. Hier ein Panoramafoto von der Pinguinkolonie.

Pinguin Siedlung bei Simon's Town
Pinguin Siedlung bei Simon’s Town

Von hier geht es zum Cape Point und zum Kap der Guten Hoffnung, dem südwestlichsten Teil des afrikanischen Kontinents. Der Nebel zieht wieder vom Westen herein und Jeremy gibt Gas, damit wir vor der Nebelwand am Cape Point ankommen. Alles klappt und wir können bei Sonnenschein bis zum Leuchtturm am Cape Point gehen.

Der Blick von Cape Point nach Süden
Der Blick von Cape Point nach Süden

Am Heimweg sehen wir die ersten Paviane. Sogar eine Mutter mit Kind ist dabei. Als ihr die Touristen zu viel werden, ergreift sie die Flucht und auch die Touristen flüchten in ihre sicheren Autos. Nicht umsonst gibt es überall Schilder, die vor der aggressiven Art der Tiere warnen.
Am Weg zurück nach Kapstadt machen wir noch einen kurzen Stopp in Hout Bay und genießen die Aussicht. Alle sind schon müde vom langen Tag. Ich kann jedem der nach Kapstadt kommt so eine Tour nur empfehlen.

Die Ostküste südlich von Kapstadt
Die Ostküste südlich von Kapstadt

Kapstadt: Viele Eindrücke an einem Tag

Montagmorgen haben wir uns mit Jeremy, unserem Führer, getroffen. Mit ihm geht es erst einmal zum Castle of Good Hope. Es wurde in den Jahren 1666 bis 1679 errichtet und ist das älteste europäische, noch im Original erhaltene Gebäude in Südafrika. Pünktlich um 10:00 gibt es die Schlüsselübergabe, bei der eine kleine Signalkanone abgeschossen wurde. Für die Kinder war das wirklich ein nettes Erlebnis.

Schlüsselübergabe im Castle of Good Hope
Schlüsselübergabe im Castle of Good Hope

Von dort geht es dann zu Fuß an der Cape Town City Hall vorbei. Hier hatte Nelson Mandela seine erste öffentliche Ansprache nach seiner Freilassung aus der Gefangenschaft gehalten. Jeremy ist sehr bemüht und erzählt sehr viel. Für uns ist er ein sehr angenehmer Führer, nur Deutsch spricht er leider nicht, was die Kinder etwas schade finden. Nach ein paar weiteren Stationen bringt uns Jeremy wieder zur V&A Waterfront, wo wir wirklich leckeren gegrillten Fisch essen.

Am Nachmittag ging es dann mit der Cable Car auf den Tafelberg. Wir hatten Glück und wirklich schönes Wetter. Alle genießen die Aussicht und ich habe die Zeit genutzt, um ein paar Fotos von der Umgebung zu machen.

Kapstadt vom Tafelberg aus gesehen
Kapstadt vom Tafelberg aus gesehen

 

 

Mehr über unsere nächste Station, dem Cap der Guten Hoffnung, beim nächsten Update.

HTML Snippets Powered By : XYZScripts.com